Das Kreuz – eine Torheit oder eine Gotteskraft?
Liebe Missionsfreunde!
- Ganz unerwartet ist
das Thema des Kreuzes, und damit das zentrale Thema des christlichen Glaubens, neu
auf die Agenda der deutschen Öffentlichkeit gekommen. - Terrorismus,
Kopftuchstreit, Islamismus, europäische Erweiterung und Verfassung und
der Streit um den Gottesbegriff in der EU-Verfassung - alles das hat mit dem
Kreuz zu tun - mit der Sünde des Menschen und Gottes Rettungsaktion - mit dem
staunend Überwältigtsein und der Annahme des Kreuzesgeschehens oder seiner
überheblichen Ablehnung - mit all den folgeschweren Konsequenzen! - Den Einen
ist das Kreuz eben eine Torheit, den Anderen eine Gotteskraft. - Das ist bis
zum heutigen Tage so geblieben. Für die Einen war Jesus ein guter vorbildlicher
Mensch bis zu seinem Tod; und den Anderen war und ist Er der gehorsame
Gottessohn, welcher im bitteren Kreuzestod Seinen göttlichen Auftrag
vollendete. - Was hat denn das Kreuz wieder neu ins Rampenlicht gerückt,
nachdem Verfassungsgericht, Bundespräsident, Kanzler und EU das christliche
Kreuz aus der Öffentlichkeit fast verbannt hatten? - Es waren nicht die Bomben
von Madrid, der Islamismus oder der Kopftuchstreit, sondern ein schlichter
Film, der mit sparsamen Mitteln, aber sehr wirkungsvoll mit einfachen
biblischen Worten in der Ursprache das
Leiden und Sterben Jesu zum
Thema machte. - Eigentlich hatten sich die deutschen Massenmedien schon seit
Jahrzehnten alle Mühe gegeben, das Thema des Christlichen Glaubens aus den
deutschen Köpfen zu vertreiben. Mit gottlosesten Theaterstücken, unzähligen
Zeitungsartikeln, Filmen und Büchern sollte der biblische Jesus und der Glaube
an Ihn beseitigt werden.
Auch die sich gern „modern und wissenschaftlich“ gebende Theologie leistete
ihren Beitrag, um Jesus und Sein Kreuz zu „entmythologisieren.“ Wer dennoch an dem schlichten biblischen
Glauben festhielt, galt hinfort als rückständig, „minderbemittelt“ oder gar als
„fundamentalistisch“. - Nachdem sich nun aber ganz überraschend ein eigentlich
„weltlicher“ Schauspieler und Regisseur des Höhepunktes der Biographie Jesu neu
angenommen hat, und einen wirklich ergreifenden Film über die letzten 12
Stunden im Erdenleben des Herrn auf seine eigenen Kosten (30 Mio. US.$) drehte,
konnte man dieses Thema nicht mehr souverän übergehen. Ein überwältigender
Kinoerfolg in den USA ließ auch die geschäftstüchtigen deutschen Kinobesitzer
wach werden. Denn ein Film der in Amerika 300 Mio. US.$ in wenigen Tagen
einspielte, ist auch für deutsche Geschäftsleute interessant. Ihnen ist es zwar
egal, ob sie mit okkulten Filmen Geld verdienen oder mit einem christlichen. So
wurde dieser auch für Deutschland geordert.
- Nun konnte der wache Bürger aber etwas sehr Seltenes erleben. Es kam
nämlich im Vorfeld der ersten deutschen Uraufführung des Passionsfilmes zu
einer regelrechten Medienkampagne gegen diesen Film. „Schwerste
Mediengeschütze“ wurden aufgeboten, um den religiös weitgehend neutralisierten
„Durchschnittsdeutschen“ vom Kinobesuch abzuhalten. - Zeitschriften, Fernsehen,
Rundfunk und Kirchenleute warnten reihenweise vor dem Besuch dieses Films, als
könnte er eine gefährliche Pest verbreiten. Die verbale „Antisemitismuskeule“
wurde gegen den Passionsfilm geschwungen und auf einmal entdeckte man sogar die
Pflege des „Zartgefühls“ erneut wieder, - denn, „man könne es dem
Zuschauer doch heute nicht mehr zumuten, daß im Film ein Mensch so blutig
gepeitscht und geschlagen wird. Außerdem sei es zu grausam, die Kreuzigung im
Film derartig nachzustellen. Schließlich müsse man dringend davor warnen, daß
der Film antijüdische Vorurteile neu beleben könnte.“ - Solch
viele Vorwarnungen hatte es wohl noch nie
vor der Aufführung eines Spielfilms in Deutschland gegeben. - Wüsteste
Sex-, Gewalt-, und Okkultismusfilme waren bisher stillschweigend von dieser
wirklich unheiligen „Medienallianz“ und ihren „oberkirchlichen“ Helfern unzensiert hingenommen worden. Aber dieses
Kreuzesgeschehen mit der schlichten biblischen Deutung erregt höchsten
Widerspruch. Die obersten Vertreter der
deutschen Katholiken, der EKD und des Zentralrats der Juden gingen mit einer
gemeinsamen Erklärung gegen diesen Film vor die Presse, um ihre „Schäfchen“ vom
Besuch dieses Streifens abzuhalten. - Aber ein Gläubiger, der sich auch nur
mit wenig solider Bibelkenntnis den
Film ansieht, wird schnell erkennen, daß all diese Warnungen nur vorgeschoben
sind und im Wesentlichen nicht der Wahrheit entsprechen. Vielmehr wird er sich durch den Film inmitten der ergreifenden Passionsgeschichte
wiederfinden; nun nicht nur als Zuschauer, sondern als selbst Betroffener. - Zu
Beginn wird ihm der Kernsatz aus Jesaja 53,4ff vor Augen gehalten - „Fürwahr,
Er trug unsere Krankheit..... unsere Strafe liegt auf Ihm.....“ -
Jeder, der verstehen will, erkennt hier schon, daß es in diesem Streifen nicht
gegen die Römer und nicht gegen die Juden geht. Es geht um uns sündige
Menschen, um mich und Dich. Theologisch richtig, wenn auch nicht dem Bibeltext
gemäß, tritt der Versucher im Garten Gethsemane an Jesus heran mit der Frage,
„ob denn Jesus mehr sei, als ein Mensch; denn kein Mensch könne die Schuld der
Menschheit auf sich nehmen!“ Der vor Angst, Blut und Wasser schwitzende Herr
empfindet dort schon überdeutlich die ganze Schwachheit seiner menschlichen
Natur, bleibt aber dem göttlichen Heilsplan treu, verliert kein Wort an den
Versucher und betet vielmehr zu Seinem Vater:„...doch nicht wie ich will, sondern wie Du willst!“ - Zusammenfassend läßt sich sagen: Dieser Film
ist eine hochwertige biblisch exakte
und engagierte Wiedergabe der Passion unseres Herrn für Menschen, die anders
nicht erreicht würden. Schmerzlich und sehr eindrücklich wird hier dem modernen
Menschen vor Augen geführt, was das Zentrum christlichen Glaubens ist. Wenige
Szenen weichen inhaltlich von der Bibel ab, sind aber dennoch theologisch
richtig. So fragt Pilatus seine Frau, nachdem Jesus ihm sagte: „....Wer aus
der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“(Joh.18,37) - „Hörst Du denn die Wahrheit, Claudia?“ -
Und darauf sagt sie einen der evangelistischsten Sätze des Films: „Ja, wer
die Wahrheit wirklich hören will, der kann sie auch hören und verstehen!“ - Und da sind wir wieder bei der
ursprünglichen Frage angekommen. - Warum wird so gegen diesen Film von allen
Seiten opponiert? - Ganz offenbar gefällt es dem Widersacher Gottes, „der
alten Schlange“ nämlich ganz und gar
nicht, daß die Wahrheit über die Entlastung und Entschuldung der Sünder kräftig
und laut verkündigt wird! Satan setzt alles in Bewegung, um die Menschen in
Sünden und Schuldverflochtenheit festzuhalten! - Es gefällt ihm
absolut nicht, wenn die Wahrheit über seine größte und endgültige Niederlage in
aller Welt ganz einfach und verständlich verkündigt wird! - Das können wir doch
verstehen - nicht wahr?! - Was wir aber nur schwer verstehen können, ist die
traurige Tatsache, daß sich vorgebliche Christen gebrauchen lassen, um die
Wahrheit mit ganz scheinheiligen und
moralisierenden Worten zu verdunkeln! Wenn
diese Leute so engagiert gegen Abtreibung und Okkultismus in der
Öffentlichkeit auftreten würden, dann wären sie wohl als Christen für uns
glaubwürdig. Sie würden dann allerdings nicht so gegen die Wahrheit des Kreuzes
Jesu aufstehen können, die nach der Schrift eben aller Kreatur verkündigt werden soll (Mk.16,15)!!! - Ihr lieben Missionsfreunde, es bleibt gültig, was
Paulus feststellt: „Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren
werden: uns aber, die wir selig werden, ist es ein Gotteskraft!“(1.Kor.1,18)
- Wer gerettet ist, der hat auch einen Rettersinn - dem ist es nicht
mehr egal, ob seine Mitmenschen im dumpfen Sünderleben weiterhin, angstvoll und
hochmütig zugleich, (Hesekiel 2,4) ihrem unseligen Ende entgegen taumeln! Und
es ist eben Freude über einen jeden Sünder,
der Buße tut, - der umkehrt aufgrund der Einladung, die uns von Golgatha her
laut zugerufen wird! - Ihr lieben
Missionsfreunde, welch eine Botschaft, was für eine wunderbare
Einladung! - Komm zu Jesus, - nimm die Vergebung von Golgatha an!! -
Und was für eine Chance, dieses sogar in einem weltlichen Kino hören zu können,
in dem sonst meist nur die Sünde verherrlicht wird! - Wenn Jesus Sein
Evangelium sogar im Totenreich verkündet hat (1.Petr.4,6), dann ist das Kino
wohl kein schlechterer Ort, Seinen Sieg auch dort zu proklamieren! - Preis dem
HERRN für solche nachgehende Liebe! - Wir wollen mit IHM sammeln und nicht
pharisäisch die Nase rümpfen, wenn wir eine solche Möglichkeit angeboten
bekommen! - Eine Frau bestellte kürzlich voller Freude wegen dieser Möglichkeit
bei uns 200 „Goldene Worte aus der Bibel“, die sie unbedingt vor und nach dem
Film verteilen will. Sie sagte: „Es
ist, als ob Gott nochmals einen roten Teppich ausrollt, um noch viele zu retten!“ Ja, dafür wollen wir beten - denn das Wort vom Kreuz ist für uns eine
wunderbar rettende Kraft; „Gottes Amnestie“ für Sünder, die Rettung
annehmen! Euer
P. R. So.
Sehet, Jesus hat die Hand,
Uns
zu fassen ausgespannt!
Kommt!
- Wohin? - In Jesu Armen
Sucht
Erlösung, nehmt Erbarmen!
Suchet! - Wo? - In Jesu Armen!
-
Lebet, sterbet, ruhet hier,
Ihr
verlaßnen Küchlein ihr;
-
Bleibet! - Wo? - In Jesus Armen! ..
.
(aus Bachs
Matthäus-Passion)