„Himmel und Erde werden vergehen, aber
meine Worte vergehen nicht!“ - Spricht unser Herr,
Jesus Christus -
Markus
13,31
Ihr lieben Missionsfreunde!
Dieses Wort Jesu, von vielen als
Jahreslosung für 2004 angesehen, steht zu Anfang des neuen Jahres wie ein
Paukenschlag im Raum, ganz gegen den Trend des Zeitgeistes. Auf fast allen
Kanälen und Druckerzeugnissen unserer westlichen Welt wird meist das Gegenteil
verkündigt. Jesu Worte werden entweder gar nicht mehr wahrgenommen, oder sie
werden für gänzlich überholt oder interpretationsbedürftig angesehen. - Immer
öfter beobachten wir, daß diese Haltung sich auch unter Christen ausbreitet.
Mit diesem Wort Jesu wird jedoch dem Zeitgeist kräftig „Paroli“ geboten. - Auch
wenn Europa mit seiner EU nun endgültig zu seinen heidnischen Wurzeln
zurückgekehrt ist und den Gottesbegriff nicht in seine Verfassung aufnimmt,
steht dieses Wort Gottes felsenfest in der Brandung des Zeitgeistes! Himmel und Erde, Europa und Asien - alle
werden vergehen, aber nicht das Wort Gottes! Selbst wenn die großen Kirchen und
Gemeinden mehr und mehr von Gottes Wort abrücken und den Zeitgeist in ihren
Reihen herrschen lassen, anstatt Jesus Christus; es bleibt gültig, was der HERR
in Seinem Wort gesagt hat! - Die Gläubigen erkennen das, weil sich direkt vor
ihren Augen das prophetische Wort erfüllt. - Die Herrscher und ihre Reiche
kommen und gehen. Und je mehr sie gegen Gottes Wort und die Gläubigen toben, um
so deutlicher wird, daß sich des HERRN Wort erfüllt. Deshalb ist es so wichtig,
an diesem herrlichen Wort Gottes (der ganzen Bibel) festzuhalten. Wir merken ja
doch, „daß sich die Stunde der Erlösung naht“ (Luk.21,28)! - Den obigen
Zuspruch haben wir dennoch bitter
nötig; denn die Versuchungen um uns und sogar aus den eigenen Reihen werden
immer massiver und auch raffinierter!
Wenn wir sehen, wie die Anpassung der Gläubigen an den Zeitgeist immer
öfter auch von „leitenden Brüdern“ gefördert wird, dann wird deutlich,
daß wir viel Geduld brauchen „in dem Kampf der uns vom Herrn selbst verordnet
ist“ (Hebr. 12,1). Leider wird die Welt nach Gottes Wort eben nicht automatisch
immer christlicher, auch wenn viele sogenannte Propheten immer neue große
Erweckungen „prophezeien“. - Die Heilige Schrift selbst sagt vielmehr, daß die
Versuchung zum Abfall immer größer wird, bevor der große Tag des Herrn kommt
(2.Thess. 2,3). Was wir benötigen, ist geduldiges Festhalten am Wort Gottes und
eine lebendige Verbindung mit dem Herrn im Heiligen Geist! Christus sagt der
Gemeinde in Philadelphia: „Weil
du das Wort meiner Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der
Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, zu versuchen,
die auf Erden wohnen.“ (Offb.3,10) -
Was ist das für eine Versuchung, die sogar fest Gläubige gefährdet und ihnen
die „Krone des Ewigen Lebens“ kurz vor dem Ziel noch rauben kann? Denn das ist auch unsere traurige Erfahrung
heute; daß Menschen gut im Glauben begonnen hatten und dann doch abfallen und
dieses noch mit biblisch klingenden, aber gänzlich falsch zitierten Worten
rechtfertigen; wie etwa: „Zur Freiheit hat uns Christus gerufen, darum -
nicht gesetzlich sein!“ (Gal. 5,13)
Achtung Falle! „Sehet
zu, daß Euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug gegründet auf
der Menschen Lehre und auf die Elemente der Welt und nicht auf Christus! Denn
in Ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“ - So mahnt Paulus dringend die Kolosser
Christen, die schon damals besonders in der Gefahr standen, sich von
asiatischer und europäischer Philosophie und Religiosität beeindrucken zu
lassen (Kol.2,8f). - Im allgemeinen halten wir uns heute ja für
klug genug, wenn uns jemand „einfangen“ will.
Doch wenn wir unsere christliche Umgebung betrachten und sie an dem Wort
Gottes messen, dann kommen wir aus dem negativen Staunen schwerlich heraus:
Da wird unter Christen ganz
entgegen dem klaren Wort Gottes Homosexualität und Ehebruch als etwas ganz
Normales und Menschliches dargestellt und toleriert. - Da werden Leute, die auf
den Widerspruch zum Wort Gottes hinweisen, als „Fundamentalisten“ beschimpft
und mit Moslem-Terroristen auf eine Stufe gestellt. - Da will ein angeblich
christlicher Bundespräsident das Kreuz im öffentlichen Bereich genauso bewertet
sehen, wie ein moslemisches Kopftuch in der Schule, - nämlich abgeschafft. - Da
setzen sich plötzlich evangelische und freikirchliche „Oberchristen“ für eine
grenzenlose Ökumene mit Katholiken und dem Dalei-Lama ein und wollen sogar den
Papst zum „Sprecher der ganzen Christenheit“ machen. - Da erklärt eine ganze
Synode der Südbaptisten in den USA das Freimaurertum „für mit dem christlichen
Glauben vereinbar“, obwohl die Freimaurer die Abschaffung des biblischen
Glaubens und eine neue „Welteinheitsreligion“ seit Jahrhunderten betreiben. -
Und wenn nun nicht nur der Papst in Assisi
erklärt, „daß auch in den anderen Religionen Gott durch Seinen Heiligen
Geist wirkt“, sondern dasselbe nun auch schon große amerikanische
Fernsehprediger einem christlichen Millionenpublikum weiß machen wollen, dann
müssen wir unsere Bibel besonders festhalten. Damit will man uns offenbar „eine
andere Bibel“ aufschwatzen! - An „Rock-, Pop- und Techno-Spektakel“ mit „jeder
Menge Fun (Spaß) und Partystimmung mit Jesus bis zum Abwinken und bis in die
tiefste Nacht“ (so wörtlich in der aktuellen Werbung für eine christliche
Jugendgroßveranstaltung), - an solches haben wir uns schon beinahe „gewöhnt“.
Und fast hätten wir geglaubt, was uns ihre „Macher“ verhießen; „daß dadurch
nämlich junge Leute zum Glauben an Jesus fänden.“ - Wenn wir das alles
aber betend über der offenen Bibel so bedenken, dann merken wir sehr deutlich,
wie die Warnungen des Apostels und Jesu Reden vom „großen Abfall“ in der
letzten Zeit vor Seinem Kommen nicht nur sehr realistisch sind, sondern
auch, daß wir mitten in einem großen gezielt angelegten und wohlgeplanten
„Unterwanderungsprozeß“ stehen, an dessen Ende „ein anderes Evangelium und
ein anderer Glaube“ stehen soll, der offenbar nur noch die traditionellen
„christlichen Worthülsen“ eines biblischen Evangeliums enthält. Die Bibel
selbst, soll dann bloß noch „als theologischer Steinbruch“ dienen, aus dem mal
hier und dort ein Wort herausgebrochen wird, um es im Sinn der
„Zeitgeistapostel“ neu zu bearbeiten und zu gebrauchen.
Worauf kommt es in diesem Kampf vor Jesu Wiederkunft nun an, dem wir uns nach des Paulus Worten bei aller christlichen Friedfertigkeit leider nicht entziehen können und dürfen(1.Tim.6,12)? - In Kol. 1,26-28 spricht es Paulus so aus: „..das Geheimnis, welches zu allen Zeiten und allen Generationen verborgen war - nun aber Seinen Heiligen offenbart - nämlich, Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. - Den verkündigen wir und vermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen mit aller Weisheit, auf daß wir einen jeglichen Menschen darstellen vollkommen in Christus…“ - Es gibt also, Gott sei Dank, ein sicheres Mittel gegen „die Infektionskrankheiten“ des Zeitgeistes, das uns Gläubige stark und widerstandsfähig macht, damit wir nicht kurz vor dem Ziel noch „auf der Kampfbahn“ liegen bleiben! - Es ist der Christus in den Gläubigen, - der Heilige Geist, der Beistand, mit dem der Herr die Seinen versiegelt hat auf den Tag der Erlösung - die Hoffnung der Herrlichkeit schon in dieser Welt und in diesem Leben, - den die Welt nicht sieht und nicht empfangen kann (Joh.14,17; Röm.8,9f; Eph.4,30) ! - Dieser Heilige Geist Jesu schafft eine Liebe zu Gottes unverfälschtem Wort in den Gläubigen - also auch in uns, daß keine noch so geschickte Verführung uns vom Herrn und Seiner Wahrheit abziehen kann! - Ein Diener kennt die Stimme und das Wort seines Herrn. „Jesu Schafe“ hören die Stimme ihres Herrn und sie folgen Ihm allein - einem Fremden folgen sie nicht; so sagt der Herr selbst in Joh.10,27. Wir sehen, was es für eine lebenswichtige Sache ist, daß Gottes und Jesu Geist in unseren Herzen Wohnung macht, daß wir nicht bloß gelegentlich durch ihn berührt werden unter dieser und jener Predigt oder Gemeinschaft, sondern das er ewig bei uns sei und uns zuletzt auch aus dem Tode reißt (Röm.8,11). Christus muß also fest in unserm Herzen wohnen durch den Glauben (Eph.3,17; Kol.3,16)! Wir merken hier, wie das gar nichts mit „Gefühlsduselei“ oder Schwärmerei zu tun hat, sondern allein mit einem sehr nüchternen und kraftvollen Orientiertsein an Jesus und dem Wort Gottes, wie wir es auch deutlich schon an den Aposteln beobachten können. An ihnen sehen wir auch klar, wie mit irrenden und verführten Menschen umzugehen ist. - „Christus verkündigen wir und vermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen mit aller Weisheit, auf daß wir einen jeglichen Menschen darstellen vollkommen in Christus…“(Kol.1,28) - Es geht also nicht bloß um eine schnelle Bekehrung, oder um den Bestand und das Wachstum der Gemeinde; oder um das bewahren von Traditionen. Es geht um „die Verwurzelung in Christus“ durch den Heiligen Geist in den Gläubigen! Und das fängt mit der Verkündigung des Kreuzes an, wo Jesus einen jeden Menschen mit dem Anspruch des Heiligen Gottes konfrontiert, der nicht „durch die Finger sah und beide Augen zu machte“, sondern die volle Wucht der Sünden aller Menschen an Seinem lieben Sohn richtete. Gott der Schöpfer hat darum einen Anspruch auf Glauben und Gehorsam jedem Menschen gegenüber geltend zu machen. Die Gottesfurcht ist darum das erste, was ein Mensch zu begreifen hat, bevor er die rettende Liebe Gottes hören und annehmen kann. Mit Unterhaltung, Spaß und „religiösem Cocktail“ wird niemand gerettet und keiner mit dem Heiligen Geist versiegelt werden! Das sind die Fallstricke des Teufels, vor denen Paulus schon warnte, als er in 2.Kor.2,11 schrieb: „…damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat.“ Und was dieser im Sinn hat, das können schon an unseren lieben Mitchristen sehen - nämlich die Zerstörung des biblischen Glaubens und den Aufbau einer antichristlichen Welteinheitsreligion. Aber Gott sei Dank, der uns Sein ewig gültiges Wort gegeben hat, an dem wir festhalten, bis Jesus in Herrlichkeit wieder kommt und wir Seinen herrlichen Lohn empfangen!
Dazu segne und bewahre uns der HERR! Euer P. R. Sorger, Missionsleiter