Liebe
Geschwister,
welche Verkündigung wünscht sich eigentlich
die Gemeinde heute? - Was wünschen wir uns?
Kann
eine Verkündigung überhaupt allen Ansprüchen gerecht werden?
Wenn wir das überdenken, dann wird uns
schnell klar: Die Erwartungen an eine Verkündigung heute sind sehr
vielfältig:
Sie soll
die Gemeinde anregen, aber nicht aufregen.
Sie soll
die Jugend ansprechen, aber die Alten nicht vernachlässigen.
Sie soll
seelsorgerlich, aber nicht zu persönlich sein.
Sie soll
missionarisch sein, aber nicht zu viel Gericht bringen.
Sie soll
gut formuliert, aber nicht zu hoch gestochen sein.
Sie soll
nicht zu lang sein, aber das Wichtigste bringen.
Man
könnte noch weitere Punkte ansprechen.
Und
während wir hierüber nachdenken, kommt ein ganz anderer Gedanke in unseren Sinn:
Ist es wirklich die Aufgabe des Wortes Gottes, für jeden Zuhörer etwas möglichst
Angenehmes zu bieten?
Sind
wir, z.B. wenn wir Gottesdienst miteinander feiern, nicht zu einem ganz anderen
Zweck zusammengekommen? Geht es nicht in erster Linie darum, im Gottesdienst den
Namen Gottes und unseres Herrn Jesu Christi zu verherrlichen, ihm unseren Dank
und unsere Anbetung zu bringen und in der Betrachtung seines Wortes, Sehnsucht
zu bekommen nach der baldigen Entrückung und dem "vereinigt werden mit Ihm"?
Keiner von uns ist der Versuchung enthoben, sich selbst durch das Wort Gottes
bestätigen zu lassen. Aber wer lässt das Wort gelten, wenn es sich nicht unseren
Bedürfnissen anpasst?
Liebe
Geschwister - Gottes Wort hat keinen Unterhaltungswert, es hat Ansprüche an
uns!
Gottes
Wort ist nicht eine Information unter vielen; es ist die wichtigste Information
schlechthin – aus der Ewigkeit in die Zeit hineingesprochen! Es ist deshalb
nicht zeit- oder bedürfnisgebunden, sondern völlig souverän in Verheißung und
Erfüllung.
Ja, es
soll nicht verschwiegen werden: Gottes Wort passt in manchem nicht in unsere
Vorstellungen und Wünsche hinein, es stört die Pläne und Weltanschauung der
Menschen, es widerspricht oft unserem Harmonisierungsbedürfnis, ja manchmal
sogar unserer Vorstellung von Frieden.
Was
Gottes Geist dem Prophet Jeremia damals seinem Volk und somit auch uns heute zu
sagen hat, geht zunächst aus Vers 28 des Textes hervor. Es besteht ein
gewaltiger Unterschied zwischen unseren Träumen und der Wahrheit des Wortes
Gottes! Viele erkennen das Wort Gottes nicht, sie verkennen es vielmehr. Sie
ordnen dem Worte Gottes Ziele zu, die es gar nicht hat!
Gottes
Wort ist zwar Trost, aber kein Trostpflaster oder bloß „Rahmen“ bei Geburt,
Taufe, Hochzeit und Beerdigung. - Gottes Wort ist Frieden, aber kein
„Stillhalteabkommen“ mit faulen Kompromissen (heute oftmals Toleranz genannt). -
Gottes Wort spendet Einssein im Geist, aber keine „Einheitskirche“. - Gottes
Wort ist Liebe, aber kein Humanismus. - Gottes Wort bietet Vergebung an, aber
keine billige Gnade für unbußfertige Sünder. - Gottes Wort hat Prophetie über
unsere Zukunft - aber nicht bloße Vermutungen, dass es so oder auch anders
kommen könnte.
Merken
wir, womit es schon Jeremia zu tun hatte? - Mit Träumen, - wie man sich Gott,
das Leben und die Welt wünscht. - In Vers 17: steht: „Sie sagen stets zu denen,
die mich verworfen haben, der Herr hat geredet - Ihr werdet Frieden haben; und
zu jedem, der in der Verstocktheit seines Herzens lebt, sagen sie: Kein Unglück
wird über euch kommen.“
Das ist die Situation bis heute. Beliebte Redner sind Friedens- und
Harmonieredner. Ihr kennt das Bild vom Tal der Totengebeine aus Hesekiel 37? -
Und das durch die Gnade Gottes wiedererstandene Israel heute ist zwar - was „die
Gebeine“ angeht (Hes.37) - am Erwachen, aber es träumt noch vom Frieden durch
Menschen geschaffen. - Die Wissenschaft hat es erwiesen: Wenn wir fast wach
sind, dann träumen wir am meisten! - Und die Gemeinde Jesu träumt auch mehr und
mehr - von den Zauberworten -
„Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Es ist bedenklich, dass
diese von der UNO propagierte Formel heute in vielen Veröffentlichungen
evangelikaler Werke und Gemeindebünde auftaucht.
Aber
dieser größte Traum der Menschheitsgeschichte geht so nicht in Erfüllung, - auf
menschliche - Weise. Der Traum vom
Frieden ist in unseren Tagen eher zum Alptraum geworden, und die Wege zum
Frieden sind für Israel zur Sackgasse geworden. Dabei hat der Prophet Jesaja vor
2700 Jahren schon geweissagt, wie Frieden wird: „Die Strafe liegt auf IHM, damit
wir Frieden hätten und durch Seine Wunden ist uns Heilung´
geworden“(Jes.53,5).
- Es ist
furchtbar, wenn Gottes Wort nicht erkannt, sondern verkannt wird. Und es ist
noch schlimmer, wenn die, die Sein Wort verkennen, sich „als Kenner der Materie“
ausgeben. Und ich meine jetzt nicht „liberale Theologen“ - es geht um jeden, der
das Wort Gottes verkündigt und die Frage:
Verkündige
ich noch das Wort Gottes, oder tue ich bloß meine Meinung über das Wort Gottes
kund! Ist Gottes Wort unantastbar, oder muss ich es erst für meine Zwecke
zurechtstutzen? Deshalb liebe ich das prophetische Wort besonders; weil ich
darin die Liebe Gottes zu Seinem Volk und zu Seiner Gemeinde erkenne! Und Gott
kennzeichnete vor 2600 Jahre durch Jeremia die Wahrheit unserer Zeit in Vers 17
schon so:
„Sie
sagen stets zu denen, die mich verworfen haben, der HERR hat geredet: Ihr werdet
Frieden haben; und zu jedem, der in der Verstocktheit seines Herzens lebt, sagen
sie: Kein Unglück wird über euch kommen.“
Genau
das sind die Schlagzeilen unserer Zeit. Schwärmerische Träume von einer
gesicherten Zukunft in Frieden, Humanität und sozialer Gerechtigkeit als
Garanten eines „neuen Zeitalters“.
Auch wenn wir uns als „Versammlung des Herrn“ (das heißt GEMEINDE im
Urtext des NTs) verwahren gegen Einbrüche des NEW AGE in unser Leben; - wir
stecken schon mitten drin. Wer dem Weltfrieden oder dem Frieden in Israel
gegenüber skeptisch denkt, wird bereits als Störenfried angesehen. Und wer in
der Gemeinde Jesu anhand des Wortes Gottes „auf Fehler im System“ hinweist, ist
ebenfalls ein Störenfried und eine Gefährdung des so schönen Gemeindefriedens.
Aber wer hat uns denn für die Zeit in der wir leben, ein ruhiges, friedvolles
Gemeindeleben verheißen?
2.Tim.3,12-13
sagt Paulus: „Alle aber, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus,
werden verfolgt werden. Böse Menschen aber und Betrüger werden zu Schlimmerem
fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden.“
Die
Geschichte Israels und die Geschichte der Gemeinde Jesu läuft in unseren Zeiten
fast parallel. Es ist noch nie soviel über Frieden, Liebe und Harmonie geredet
worden, wie derzeit. Und doch gab es noch nie so viel Spannungen und offene
kriegerische Auseinandersetzungen weltweit, wie zur Zeit. Diese
Friedensbemühungen gehören unabdingbar zum Globalisierungsmodell:
Weltmenschheit, Weltpolitik, Weltregierung und Weltkirche. Und damit geschieht
ein verhängnisvolles Einläuten des antichristlichen Reiches: Kein Weltfrieden
ohne Religionsfrieden. Wenn auch noch nicht erreicht, so doch schon dauernd
beschworen. Israel lebt heute wie damals zur Zeit des Jeremia in der
Zerreißprobe. Nebukadnezar hatte die Oberschicht des Volkes nach Babylon
wegführen lassen. Das Volk war zerrissen im dauernden Wechsel der
Herrschaftsansprüche. Hinzu kam eine weitere innere Belastung, nämlich die
Auseinandersetzung zwischen menschengefälliger Heilsprophetie und der Prophetie
im Namen Gottes, die ihren Auftrag jenseits aller Menschengefälligkeit hat.
Dabei muß noch erwähnt werden, daß Prophetie ja nicht nur die Vorhersage von
heilsgeschichtlichen Ereignissen ist, sondern prophetisch ist es auch, unsere
Gegenwart auf dem Hintergrund von Gottes Heilsplan richtig einzuschätzen und
unselige Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen. - Fehlentwicklungen in der
Gemeinde müssen nicht kurz vor ihrem Ende gestoppt werden, sondern bei ihrem
Beginn. Denn wenn ein Irrgeist sich erst einmal eingeschlichen hat, ist er sehr
schwer wieder auszutreiben. Aber
damals wie heute ist Gottes prophetisches Wort dem Zorn, dem Spott und der
Gleichgültigkeit der sich in ihrer Ruhe gestörten Volksseele ausgesetzt. Und ich
füge mit großer Trauer und Betroffenheit hinzu – oft auch in der Gemeinde Jesu!
Jeremia spricht das Problem offen an. - Geschieht die Orientierung Israels und
der Gemeinde aus von Gott geoffenbartem Wort oder träumen wir beide wieder in
unseren Untergang hinein? Da, wo
wir der falschen Heilsprophetie unserer Tage erliegen, trifft uns die Antwort
Gottes aus Vers 20: „Nicht wendet sich der Zorn des Herrn, bis er getan und
ausgeführt hat die Pläne seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr das voll
verstehen.“ - Hier finden wir im Alten Testament ein Wort für die Gemeinde
Jesu.
Ja, es
gibt auch einen Zorn über der Gemeinde Jesu. Er ist z.B. beschrieben in Offb.
2,5. Es ist das Wegrücken des
Leuchters von seiner Stelle! Es ist die Abnahme und Rücknahme der Vollmacht! Und
genau die brauchen wir am Ende der Tage! Ohne Vollmacht der Gemeinde Jesu
erliegen wir der Verführung. Und das Nachlassen der Vollmacht – auch im
persönlichen Leben – ist immer verbunden mit einem Nachlassen des Gehorsams dem
Wort gegenüber. Deshalb ist es so wichtig, die Gemeinde nicht friedlich
schlummern und träumen zu lassen.
Der Vers
aus Jer. 6,14 darf nicht auf uns fallen: "Sie heilen den Schaden der Tochter
meines Volkes leichthin, indem sie sprechen Friede, Friede! wo doch kein Friede
ist“. - Prediger und Zeugnisgeber (im normalen Alltag), welche die Menschen in
falschem Frieden wiegen, laden eine furchtbare Schuld auf sich. Sie heilen
nicht, sie vergrößern den Schaden. Paulus sagt in 2.Tim. 4,2: "Predige das Wort,
tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen." Oh, wie froh und dankbar müßten wir
eigentlich sein, daß Gottes Wort sich nicht unseren Wünschen anpasst, sondern
uns trifft, um unseren Schaden zu heilen!
Gottes Wort ist nicht an uns ergangen, um uns beruhigend zuzurufen:
"Bleib so wie du bist" sondern "Siehe ich mache alles neu!"
Das war
und ist das Ziel Gottes mit seinem Volk: Er wollte es neu machen – aufrütteln –
erwecken!!!
Die
falschen Heilspropheten dagegen erreichten genau das Gegenteil: "Kein Unglück
wird über euch kommen" sagten sie, und es kam am Schlimmsten. - Und das Fatale war dabei obendrein:
Sie waren nicht einmal berufen, zu reden! Gott sagt: „Ich habe die Propheten
nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen. Ich habe nicht zu ihnen geredet, und
doch haben sie geweissagt." - Sie hatten überhaupt keine göttliche Vollmacht.
Sie sprachen von ihren Träumen anstatt vom wahrhaftigen und ewigen Wort
Gottes.
Oh ja,
es gibt viele Träumer auch auf deutschen Kanzeln, die das Wort Gottes der
menschlichen Vorstellung von Friede, Liebe und Gerechtigkeit anpassen! Die davon
träumen, dass bald die große „Einheitskirche“ den Religionsfrieden weltweit
bringen wird – auch wenn Gottes Wort etwas ganz anderes sagt. - Die davon
träumen, dass wir mitten in einer großen Erweckung stünden, welche über den
ganzen Erdball kommt, auch wenn Gottes Wort etwas ganz anderes sagt. - Die davon
träumen, dass in Israel Frieden wird, wenn die Politiker sich nur mehr
anstrengen würden und wenn Jerusalem „internationalisiert“ würde – auch wenn
Gottes Wort etwas ganz anderes sagt.
Die
falsche Heilsprophetie unserer Tage begegnet uns überall, und wir können ihr nur
auf eine einzige Weise entgegnen: Das Wort Gottes muss in unser Herz geschrieben
sein!
Bei den
verschiedenen Möglichkeiten in der Gemeinde stehen wir immer wieder neu vor der
Alternative, ob es um Christus oder um den Antichristus geht - ob es um das
Evangelium des Gekreuzigten und Auferstandenen oder um „ein anderes Evangelium“ geht. Das Wort von den
verschiedenen „Frömmigkeitsstilen“, welches man in der evangelikalen Welt
geprägt hat, um die Beliebigkeit des Christseins zu rechtfertigen, ist kein
Begriff des Neuen Testamentes! Der Christus in dir, der Christus in mir, der
bringt nicht 20 verschiedene so genannte Frömmigkeitsstile
hervor!
Das
„andere Evangelium“ ist nicht immer sofort und eindeutig als solches zu
erkennen. Es tritt nicht zutage in der Verneinung der Bibel oder in
grobschlächtiger Verfälschung von biblischen Wahrheiten. Nein, das andere
Evangelium ist gekennzeichnet durch eine große Frömmigkeit und Anständigkeit.
Man kann ihm kaum widersprechen. Denn um das tun zu können, bedürfte es einer
exakten Kenntnis der Bibel und ihre Aussagen. Und deshalb gehen so viele
Christen dem „anderen Evangelium“ auf den Leim. Wir müssen die fehlende Kenntnis
biblischer Zusammenhänge, das Ignorieren des Volkes Israel als noch bestehende
Heilskörperschaft, den Verzicht auf biblische Prophetie und die Abneigung gegen
die Verkündigung der Entrückung, sowie die völlige Ahnungslosigkeit über den
Heilsplan Gottes in vielen unserer Gemeinden beklagen.
- Liebe
Geschwister, und das alles eben in der Gemeinde Jesu! - Es ist uns persönlich zur
Verherrlichung des Namens Jesu eine Ehre, wenn wir als so genannte „Endzeit- und
Israelfanatiker“ bezeichnet werden, - aber es tut uns in der Seele weh, wenn
anderen Glaubensgeschwistern diese wichtigen Zusammenhänge vorenthalten werden!
-
Jeremia schrie seinem Volk förmlich entgegen: „Hört auf zu träumen, stellt euch
der Wirklichkeit eures Gottes!“ In Vers 22 sagt der HERR: „Hätten sie in Meinem
Rat gestanden, dann würden sie Meinem Volk Meine Worte hören lassen und es
abbringen von seinen bösen Wegen und von der Bosheit seiner
Taten.“
Ja, das
ist das Ziel Gottes bis heute: Menschen von ihrer Bosheit wegbringen. Sein Wort
ist wie Feuer und wie ein Hammer, sagt der HERR durch Jeremia in Vers 29.
Falsche Propheten machen aus dem Feuer einen gemütlichen Kamin und aus dem
Hammer eine Fliegenklatsche. Als Hammer ist das Wort Gottes gewiß nicht dazu da,
die Menschen kaputtzuschlagen, lediglich ihre falschen Träume, ihre falschen
Wege und ihre falsche Gesinnung – ja auch ihre scheinbar „heile Welt“. Und da
bleiben sicher auch „Trümmer“ zurück. Aber ER wäre nicht unser Vater im Himmel,
wenn ER nicht aus einem Trümmerhaufen ein neues festes und sicheres Haus bauen
könnte – dein neues Leben in Jesus Christus. Im 1000-jährigen Friedensreich Jesu
baut Gott auf den Trümmern der verlorenen Träume Israels sein Reich der
Verheißung neu. Und dann zeigt sich, dass Gott nicht träumt, nicht schläft, noch
schlummert, sondern, dass ER mit unnachahmlicher Kraft am Werke ist, schon jetzt
hier bei uns und täglich in Israel!!!
Ich
glaube, dass ein Teil des „Gerichtes am Hause Gottes“ auch uns, die Gemeinde
trifft. - Es ist der Verlust der Vollmacht und der Sendung, wenn wir uns ein
eigenes Evangelium -zusammenträumen. Die
Spannungen, unter denen eine Gemeinde heute zu zerreißen droht, sind nicht die,
die sich aus dem Verhältnis von außen und innen ergeben - und es ist längst
nicht mehr die Entscheidung zwischen Jahwe und Baal, - es ist nicht der Verlust
der Frömmigkeit innerhalb der Gemeinde – nein, es ist der Verlust der Bindung
der Gemeinde an ihren Herrn und ihre Wurzel, das Volk Israel zu dem sein König
Jesus bald kommt.
Wie kann
es z.B. sein, dass wir keine Beziehung mehr zu einem Volk haben, in dem unser
Retter und Heiland Jesus Christus einmal König sein wird – nicht symbolisch,
sondern real!?! - Wie kann es sein, dass wir keine Beziehung zu Jerusalem haben,
wo doch in dieser Stadt der Thron Davids von Jesus Christus bestiegen wird –
nicht symbolisch, sondern real !?!
Was die
Gemeinde Jesu heute spaltet, ist nicht die Frage des so genannten
Frömmigkeitsstils, sondern es ist die bewußte oder unbewußte Ablehnung des
Heilsplanes Gottes mit dir und mir und seinem Volk. Soll Israel auch der
„Laststein“ für die Gemeinde Jesu werden? Soll Jerusalem auch der „Taumelbecher“
für „die Versammlung der Gläubigen“ werden? - Oh weh, da wird Trennung sichtbar!
- Wir müssen aber ganz klar unterscheiden zwischen Trennung und Spaltung! Gottes
Wort trennt Geist und Fleisch, eigensinnige Menschenworte hingegen spalten
Glaubensgeschwister untereinander!
War
nicht die Reformation die größte Trennung in der Kirche seit Menschengedenken?
Und hat nicht Gottes Wort sie ausgelöst? - Allein die Gnade – allein der Glaube
– allein die Schrift - allein Christus! „Das zweischneidige Schwert“ (Gottes
Wort) trennt Leib, Seele und Geist des Menschen – ja es unterscheidet zwischen
unseren Träumen und der Wirklichkeit Gottes. - Es ist noch niemand wirklich zu
Schanden gekommen, weil er Gottes Wort ohne Wenn und Aber zu sich hat reden
lassen. Gottes Lohn ist größer als irdisches Wohlergehen und menschliche
Anerkennung. - „Der Hammer“, der Felsen zerschmeißt, tötet nicht deine Seele,
sondern nur deine falsche Selbsteinschätzung. - Gottes Wort will uns vom Traum
in den Wachzustand bringen. Es ist Fleisch geworden und wohnt unter uns. In
Christus, dem lebendigen Wort Gottes sollen wir Sehnsucht und Hunger bekommen,
so bezeugt es der Heilige Geist in der Schrift - nicht nach den Träumen unserer
Zeit, sondern nach der Erfüllung einer Verheißung aus Psalm 119,105: "Dein Wort
ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege." - Die Gemeinde Jesu und das Volk Israel
gehen gewiß schweren Zeiten entgegen. Israel wird verfolgt und die Gemeinde wird
verführt. Das steht in Sach.12,2 und in 2.Tim. 3,13. und an vielen Stellen der
Heiligen Schrift. - Wie können wir als Gemeinde Jesu unsere
Vollmacht dabei erhalten? - Nur auf einem Weg: Wir müssen uns in der
Abhängigkeit von unserem Herrn Jesus Christus – binden lassen an den ganzen
Ratschluss Gottes. Das bedeutet, mit dem Träumen aufzuhören und fest am Wort zu
bleiben. Und ein zweites geht aus
dem Kontext aller Prophetenworte hervor: Wir müssen uns distanzieren von denen,
die bewußt nur das halbe Evangelium
verkündigen. - So sagt es auch Paulus in 1.Thess. 5,6: „Lasst uns nun nicht
Träumen (schlafen), wie die Übrigen, sondern wachen und nüchtern sein... Denn
Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erlangen des Heils durch
unseren Herrn Jesus Christus."
- Was
ist noch zu tun? - Du musst jetzt in dieser Stunde allein deinem Herrn Jesus
Christus begegnen. Du musst ihn inständig bitten, dass er dir die Augen öffnet
über Sein Wort aber auch über die Zeit, in der wir leben. Und du musst dich fragen lassen: Träume
ich den Traum von Frieden und Sicherheit oder stelle ich mich der Wirklichkeit
des Wortes Gottes? Kenne ich den ganzen Ratschluss Gottes? - Wenn nicht, dann mußt du jede Woche
Geschwister treffen, um ihn gemeinsam aus Seinem Wort zu erarbeiten. Die Zeit
ist knapp und die Vollmacht unseres missionarischen Zeugnisses hängt ab von
unserer Bindung an das ewige und heilige Wort Gottes! - Verbringe täglich eine
Stunde mehr mit der Bibel und spare diese Stunde beim Fernsehen ein! - Fast
hätte ich es vergessen: - Einmal, ein einziges Mal, wird es Israel erlaubt sein
zu träumen. Wir finden diese Erlaubnis Gottes in Psalm 126,1-2: " Wenn der Herr
die Gefangenen Zions erlösen wird, werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird
unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel sein. Dann wird man unter den
Heiden sagen: Der Herr hat Grosses an ihnen getan." - Diesen wahrhaft göttlichen
Traum wird Israel in seiner irdischen Verheißung im 1000-jährigen Friedensreich
erleben und die Gemeinde Jesu in ihrer himmlischen Verheißung - bei „der
Hochzeit des Lammes“. Auf diesen
einzigen von Gott erlaubten wahren Traum freue ich mich schon in großer Hoffnung
und Zuversicht!
M. Urban