Wird Europa auf Sand
gebaut?
.....ein Reich auf Füßen aus Eisen und Ton vermengt...? –
„Aber zur Zeit dieser Könige
wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird.…
Es wird ewig bleiben, wie du es gesehen hast....“ aus Daniel 2
Ihr lieben Missionsfreunde,
auch wir Christen werden am 13.6.
in Deutschland und in den anderen EU-Ländern wieder aufgefordert, ein neues
EU-Parlament zu wählen. Dabei stellt sich unweigerlich für uns die Frage, was
wir als Gläubige davon halten sollen? - Nun, daß jedes Land seine Obrigkeit
braucht, ist schon von der Bibel her klar (Röm.13,1f), aber was sollen wir von
dieser „Europäischen Union“ halten; - einem Staatenbund der oft „als eine bunte
Mischung“ aus Vereinigten Staaten von Amerika und der ehemaligen Sowjetunion in
mancherlei Hinsicht erscheint?! Der Einfluß
des zu wählenden Parlaments auf den Gang der Europäischen Politik ist ohnehin
sehr gering. - Wir wissen, daß die wirklichen Entscheidungen in einem kleinen
Zirkel der Mächtigen hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Dort geht es
nicht immer nach dem Willen der Bevölkerungsmehrheit und auch nicht nach dem
des Parlaments, sondern da wird nach einem „Welteinigungskonzept“ entschieden,
das seit der Antike - bis heute in elitären geheimen Machtzirkeln gepflegt
wird. - Und doch erfüllen Menschen dieser Zirkel, ohne es zu wollen und zu
wissen, biblische Prophetie, auch wenn sie sich selbst noch so „antibiblisch“
gebärden; was man letztens erst wieder beim Streit um den „Gottesbegriff“ in
einer künftigen EU-Verfassung sehen konnte. - Der allmächtige Gott hat dieses
alles schon dem Propheten Daniel im 6.
Jahrhundert v. Chr. überdeutlich für die letzte Zeit der Menschheitsgeschichte
aufgezeigt. - Der aufmerksame Bibel- und Zeitungsleser ist immer wieder neu
verblüfft, wie sich die biblische Prophetie in der Weltgeschichte erfüllt; und
wie gerade diejenigen, welche an der Zerstörung des biblischen Glaubens mit
ganzem Einsatz arbeiteten, dennoch die Erfüllung der Heiligen Schrift
mitbewirken mußten. - So war es im letzten Jahrhundert beim
wahnwitzigen Versuch der Nazis, Israel auszurotten; - was schließlich zur
Neugründung des Staates Israel nach fast 2000 Jahren der Nichtexistenz führte.
Und so ist es trotz aller Zerstörungsversuche seiner Feinde seit über 50 Jahren
gemäß biblischer Prophetie. - Und genau
so war es auch beim mörderischen Versuch, den christlichen Glauben im
kommunistischen Machtbereich auszulöschen; mit Zig-Millionen Opfern. - Ebenso
wird es auch mit allen Versuchen in Gegenwart und Zukunft sein, ohne Gott und
Bibel „ein Weltreich des Friedens und der Gerechtigkeit“ aufzubauen - und sei
es auch nur mit dem Beginn eines europäischen „Teilreichs“!
- Wir gehen also nicht fehl,
wenn wir den Aufbau eines neuen gottlosen Europas in diesem geistlichen
Zusammenhang sehen, nämlich als einen erneuten Versuch, auf wirtschaftlichem
und politischem Gebiet „Babylon“ neu zu errichten. - Wir müssen leider
feststellen, daß im Unterschied zu den Gründungsvätern der Bundesrepublik
Deutschland, die sich noch „ihrer Verantwortung vor Gott bewußt“ waren, als sie
das Nachkriegsdeutschland staatlich neu ordneten, die Mächtigen der
Europäischen Union heute nichts mehr von Gott und „von einem biblischen
Gottesbezug“ in ihrer Verfassung wissen wollen. Auch aus der jüngsten
Geschichte wollen diese hohen Herren nichts lernen. - Ging doch erst kürzlich
ein ganzes Imperium politisch und wirtschaftlich unter, weil es ohne Gott „das
Paradies auf Erden“ aufbauen wollte! Sprüche wie „Ohne Gott und Sonnenschein
bringen wir die Ernte ein!“, oder „Der Kommunismus ist allmächtig, weil er wahr
ist!“, sind von Gott selbst „ad absurdum“ geführt worden. Offensichtlich wollen die Mächtigen der EU
das wiederum übersehen. Für sie wäre der Gottesbegriff ja leider auch nur eine
beliebige „multireligiöse“ Metapher. - „Die Väter“ des deutschen
Grundgesetzes von 1949 wußten dagegen aus eigener schmerzlicher Lebenserfahrung
etwas vom Fluch einer Politik ohne Gott und vom Segen einer Politik „in
Verantwortung vor Gott“. Deswegen begannen sie ihr Grundgesetz auch mit dem
biblischen Gottesbezug!
- Wenn wir heute den biblischen Ausblick von Daniel bedenken, dann
erkennen wir deutlich, daß „die Zeit an der Weltgeschichtsuhr“ wirklich sehr
weit fortgeschritten sein muß. Sicher ist „die Europäische Union“ noch nicht das
weltumspannende Reich des Antichristen! Aber dieses kann sehr bald und
plötzlich aus oder nach diesem hervorgehen.
- Die ökonomische und allgemeine technische „Globalisierung“ ist
so weit fortgeschritten und auch die meisten Probleme der Menschheit lassen
sich nur noch „global“ denken, verstehen und lösen. Die größten
weltumspannenden Konflikte, von denen der islamische Terrorismus nur eines von
vielen ist, rufen förmlich nach dem weltumspannenden „Einheitssystem“,
das all die vermeintlichen und echten
Nöte der Menschen lösen soll.
- Nun wissen bibelgläubige Christen, daß sich alles genau so erfüllen
wird, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist. Im Unterschied zu
Moslems aber, führt uns dieses Wissen allerdings nicht in eine passive Schicksalsergebenheit,
sondern läßt uns aktiv sein im Sinne „der Weltverantwortung“ und Treue
gegenüber Gott und unseren Mitmenschen. - Obgleich wir erkennen, daß die
gegenwärtigen Weltordnungen nur provisorischen und zum Teil auch schon echt
antichristlichen Charakter haben, handeln wir als Christen dennoch optimistisch
und voller Zuversicht auf den HERRN der Weltgeschichte! Wir nutzen die uns
verbleibende Zeit und bezeugen die Wahrheit des Evangeliums allen Menschen
auf Erden. - Als Leute mit einer „himmlischen Staatsbürgerschaft“ nehmen
wir unsere christliche Verantwortung für die irdische Welt so wahr, als könnten
wir sie damit retten. - Luthers Wort vom Apfelbäumchen, „das er auch
noch einen Tag vor dem erwarteten Weltende pflanzen würde“, ist dafür ein
schönes Beispiel geworden. - Letztlich hat uns Gläubigen der HERR in der
Schrift geboten: „Suchet der Stadt Bestes…. und betet für sie zum Herrn…“(Jer.29,7)!
- Das galt Israel in der
babylonischen Gefangenschaft 550 v. Chr. und das gilt ganz gewiß auch noch heute
uns! Aus diesem Grund nehmen Christen in
unserem Land und überall auch politische Verantwortung wahr. Sie überlassen
nicht alleine den Ungläubigen das politische Handeln in der Welt. Deshalb
wurden in der Vergangenheit die Sklaverei, die Leibeigenschaft, der
Menschenhandel, die Folter und vieles mehr abgeschafft; denn es entsprach nicht
dem biblischen Menschenbild. Paulus sagt sogar, „daß wir für alle Obrigkeit zuerst
beten sollen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen, in
aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit“ (1.Tim.2,2). Darüber hinaus muß jeder
selbst entscheiden, ob und wie er „in Verantwortung vor Gott“
sich an der Gestaltung des politischen Gemeinwesens beteiligen will oder kann.
Nicht jeder wird berufen sein, sich politisch entschieden als Christ in der
Öffentlichkeit einzubringen, aber wer von Gott einen Auftrag dazu hat, wie
Daniel damals im heidnischen Babylon, den Willen Gottes in das politische
Alltagsleben einzubringen, der sollte das mit Gewißheit und unter Gebet in
treuer Bindung an die Bibel tun, solange es noch möglich ist! - Daniel war seiner Zeit, ein solch großes
Zeugnis vom Glauben an den Gott der Bibel, daß sich später sogar ein Diktator,
wie Nebukadnezar, vor dem Gott Israels beugte und bekannte, daß es keinen wahren Gott, außer dem HERRN
gibt (Daniel 4,34)! Mancher gottlose Politiker wird sich heute,
oder in Zukunft noch bekehren durch das gute Zeugnis von bibeltreuen Christen
im öffentlichen Leben!!!
- Ihr lieben Missionsfreunde, unser persönliches und öffentliches Zeugnis
von Jesus, dem Sohn des lebendigen Gottes, bewirkt oft viel mehr, als wir
denken! Als der okkulte „Harry-Potter-Wahn“ in
unserer regionalen Zeitung mit Leserbriefen hoch gelobt wurde, schrieb ich
einen apologetischen Leserbrief gegen die ganze neue „Okkultwelle“, von der
unsere Jugend neu überschwemmt wurde. Neben einigen wenigen Schmähbriefen
ungläubiger Leute erhielt ich viel briefliche und telefonische Zustimmung; auch
den dankbaren Anruf eines gestandenen Kommunalpolitikers, der sich für das klare
Wort bedankte, das, wie er sagte, „sich heute ja niemand mehr wage; auch nicht
von Seiten der Kirche.“ - Nun, zum Glück gibt es noch mehr Streiter für die
Wahrheit des Evangeliums! - Jeder von Euch, Ihr lieben Missionsfreunde, kann so ein mutiger Kämpfer
sein, wie es Daniel war! In Daniel 6,4 wird von ihm gesagt: „Es war ein
überragender Geist in ihm“ - weshalb ihn der König über sein ganzes Königreich
einsetzte. - Ihr dürft also schon jetzt als Bürger des ewigen Reichs
mitwirken, denn Jesus hat Sein Reich schon mit Euch begonnen! - Ist das
nicht großartig; in dieser Welt solches in aller Demut schon zu wissen; auch
wenn es um uns oft alles andere, als wenn die Welt nicht
rosiger aussieht!?! - Jesus ist und bleibt der Sieger, obwohl diese Welt
dem Ende entgegen tobt! - Sicher haben wir allzu oft das Gefühl, als hätten
Christen keinen Einfluß auf die Dinge in der Welt. Das treue Gebet und der
Glaube Daniels bewegten damals sehr viel; und auch uns sagt des Herrn Wort
(Offb 3,8) „...Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, die
niemand schließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort
bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.“
Ihr lieben Missionsfreunde, genau darauf kommt es an: Daß wir uns von der tobenden Welt ja nicht einschüchtern lassen - und ihr Jesus Christus als den Retter bezeugen - die einzige Hoffnung für diese Welt - wie es Wilhelm Busch einmal titelte! - Wie herrlich wird es sein, wenn der Herr plötzlich und für die Welt unerwartet, endlich Sein Friedensreich errichten wird und alle menschlichen Reiche ihr Ende finden werden, unter denen die Menschheit bis auf diesen Tag, mal hoffnungsvoll, und doch immer wieder hoffnungslos seufzt!!! Manches Schwere werden wir mit der Menschheit bis dahin noch durchmachen müssen, wie es Daniel mit all den Propheten, bis hin zur Offenbarung des Johannes zeigt. - Jesus hat uns jedoch für diese Zeit nicht „als Waisenkinder ausgesetzt“; sondern hat den Heiligen Geist auf Seine Nachfolger gesandt, daß sie nun kraftvoll und getröstet in dieser Welt leben, Jesus bezeugen und wenn nötig, auch mit IHM sterben können (Joh.14,16ff)!!
- Um die Fülle
des Heiligen Geistes, der schon in Daniel so kräftig wirkte, laßt uns immer
wieder neu beten; damit die Welt erkenne Gott der Vater hat Seinen Sohn in
Jesus gesandt, und so viele noch gerettet werden (Joh.17,23)! Dazu segne Euch der HERR!
- Es grüßt
herzlich Euer P. R. Sorger
Jesus, stärke Deine Kinder
und mach aus denen
Überwinder,
die Du erkauft mit Deinem
Blut!
Schaff in uns ein neues
Leben,
daß wir uns stets zu Dir
erheben,
wenn uns entfallen will der
Mut!
Gieß aus auf uns den Geist,
dadurch die Liebe fleußt
in die Herzen; so bleiben
wir
getreu an Dir,
im Tod und Leben für und
für!